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Die Frauenpartei

Die Frauenpartei

Die Frauenpartei wurde 1917 gegründet und ihre beiden prominentesten Mitglieder waren Emmeline Pankhurst und ihre Tochter Christabel Pankhurst. Die Frauenpartei setzte 1918 neue Gesetze ein, um an der Kuponwahl teilzunehmen, hatte jedoch nur geringe Auswirkungen.

Bis 1917 hatten Emmeline und Christabel Pankhurst ihre früheren auf dem Sozialismus basierenden Überzeugungen aufgegeben. Der Erste Weltkrieg hatte gesehen, dass beide Frauen politisch immer mehr in den Mittelpunkt gerückt waren.

Die Partei glaubte an:

- Ein Kampf mit Deutschland bis ins Ziel.

- Von der Regierung eingeführte drastischere Kriegsmaßnahmen zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung.

- Lebensmittelküchen sollen in ganz Großbritannien eingerichtet werden.

- Die Schließung aller nicht wesentlichen Industriezweige, damit die in diesen Industriezweigen festgestellten Arbeitskräfte zu den Kriegsfabriken und den Minen umgeleitet werden.

- Wer in der Regierung eine Fernverbindung zu Deutschland hatte, sollte von seinem Posten gestrichen werden.

- Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

- Gleiches Ehe- und Scheidungsrecht.

- Eltern haben gleiche Rechte gegenüber Kindern.

- Gleichberechtigung und Chancengleichheit im öffentlichen Dienst.

- Mutterschaftsgeld.

- Die Abschaffung der Gewerkschaften.

Im Jahr 1918 stand Christabel als Kandidatin der Frauenpartei im Wahlkreis Smethwick. Sie verlor nur um 775 Stimmen gegenüber dem Labour-Kandidaten John Davison. Sechzehn andere Frauen standen ebenfalls für die Frauenpartei, aber sie alle verloren. Bei den Wahlen von 1918 und 1919 erhielt keine Kandidatin der Frauenpartei einen Sitz im Parlament.


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