Herbert Lange


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Herbert Lange war der erste Kommandant des Todeslagers Sobibor. Lange war wie Christian Wirth an den von den Nationalsozialisten eingeführten Sterbehilfeprogrammen beteiligt gewesen. Wie Wirth entkam er einer Nachkriegsverhandlung wegen seiner Verbrechen, als er im Kampf getötet wurde.

Herbert Lange wurde im September 1909 in Pommern geboren. Er hat an der Universität Jura studiert, aber keinen Abschluss gemacht. Wie viele desillusionierte junge Männer in Weimar trat er im Mai 1932 der NSDAP bei. Nur drei Monate später trat er der SA bei - den Braunhemden unter der Führung von Ernst Röhmn. 1934 trat er der SS bei.

1938 wurde Lange zum SS-Untersturmführer befördert, und 1939 trat er in die Einsatzgruppe VI ein, die sich aus etwa 150 Männern zusammensetzte, die nach dem Einmarsch in Polen der Armee folgten und zu einer mobilen Tötungseinheit wurden.

Im Rahmen seiner Pflichten wurde Lange beauftragt, ein Konzentrationslager in Posen zu errichten. Dies wurde als KZ Fort VII bekannt und für eine sehr kurze Zeit war Lange sein Kommandeur. Sobald das Lager in Betrieb war, ging Lange weiter. Lange wurde, möglicherweise von Heinrich Himmler, angewiesen, psychiatrische Anstalten in Polen zu besuchen und im Rahmen des von den Nationalsozialisten eingeführten Programms „Euthanasie“ Insassen zu töten.

Für diese Arbeit verwendete Lange eine mobile Gaskammer. In einer Nervenheilanstalt in Owinska wurden zwischen September und Dezember 1939 1.100 Menschen von Langes Gruppe ermordet. In der psychiatrischen Anstalt Koscian wurden zwischen Januar und Februar 1940 3.334 Menschen ermordet. In drei weiteren psychiatrischen Anstalten in Polen wurden etwas mehr als 1.100 Menschen ermordet.

Langes Effektivität bei der Organisation dieser Morde wurde von der SS-Hierarchie hoch geschätzt. Er wurde im April 1940 zum SS-Obersturmführer befördert und im Dezember 1941 zum ersten Kommandanten des Vernichtungslagers Chelmno ernannt. Er hatte diese Position bis Februar 1942 inne, als er von diesem Posten entlassen wurde. Er ging nach Berlin, wo er im Reichssicherheitshauptamt arbeitete. 1944 war er an den Ermittlungen beteiligt, die nach dem Bombenanschlag im Juli stattfanden. Seine Arbeit wurde dabei so hoch geschätzt, dass er zum SS-Sturmbannführer befördert wurde.

Lange wurde während der Schlacht von Berlin getötet - viele Quellen stimmen darin überein, dass sein Tod am 20. April 1945 stattfand.


Schau das Video: Selbstvertretung Na klar. Herbert Lange (Juni 2022).


Bemerkungen:

  1. Tessema

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