Chronik der Geschichte

Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse

Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse


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Die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse fanden zwischen 1945 und 1949 statt. Die bekanntesten Prozesse in Nürnberg waren jedoch die der großen Kriegsverbrecher, die vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 stattfanden. Die Prozesse in Nürnberg fanden nach diesen Daten statt waren für die sogenannten kleineren Kriegsverbrecher.

Als der Krieg 1945 zu Ende ging, waren die Alliierten auf entsetzliche Gräueltaten in Osteuropa aufmerksam geworden - der sogenannte Holocaust. Die Empörung über diese entsetzlichen Entdeckungen führte unter den Alliierten zu der Forderung, die Verantwortlichen ebenso zur Rechenschaft zu ziehen wie diejenigen in der Nazi-Hierarchie, die im Allgemeinen Krieg geführt hatten.

Nach anfänglichen Meinungsverschiedenheiten darüber, wie die Alliierten die für Kriegsverbrechen Verantwortlichen bestrafen sollten, sprach sich Präsident Truman uneingeschränkt für ein Gerichtsverfahren aus, bei dem die Festgenommenen wegen der gegen sie erhobenen Vorwürfe öffentlich vor Gericht gestellt würden. Diese vor Gericht stehenden Männer hätten die Möglichkeit, sich zu verteidigen.

Die Rechtsgrundlage für den Prozess wurde durch die am 8. August 1945 herausgegebene "Londoner Charta" festgelegt. Diese Charta beschränkte die ersten Prozesse nur auf große Kriegsverbrecher aus den Achsenstaaten. Vorwürfe alliierter Kriegsverbrechen konnten daher nicht gehört werden. Das Gericht konnte erst ab dem 1. September 1939 Vorwürfe wegen Kriegsverbrechen anhören. Die rechtliche Zuständigkeit des Gerichts ergebe sich aus der "Übergabeinstrumentation Deutschlands", die dem Alliierten Kontrollrat, der die Hoheitsgewalt über Deutschland übertragen habe, die politische Autorität über Deutschland übertragen habe.

Die Stadt Nürnberg wurde für die Prozesse gegen die "großen Kriegsverbrecher" ausgewählt. Nürnberg hatte die berüchtigten Kundgebungen der NSDAP miterlebt und durch die Abhaltung der Prozesse das Ende der Partei unterstrichen. Auch der große Justizpalast war durch Bombenangriffe der Alliierten weitgehend unbeschädigt und enthielt ein großes Gefängnis innerhalb seines Komplexes.

Die ersten Versuche in Nürnberg waren für 24 ältere Nazis. Das Internationale Militärgericht formulierte vier Anklagen, die alle oder teilweise gegen alle 24 Männer erhoben wurden. Die vier Anklagepunkte waren:

1) Teilnahme an einem gemeinsamen Plan oder einer gemeinsamen Verschwörung zur Durchführung eines Verbrechens gegen den Frieden.

2) Planung, Einleitung und Durchführung von Angriffskriegen und anderen Verbrechen gegen den Frieden.

3) Kriegsverbrechen

4) Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

NameInformationSatz
Bormann, MartinNSDAP-Sekretär nach Hess Flucht aus Nazideutschland. Nicht im Prozess und in seiner Abwesenheit verurteilt. Bormann wurde nicht wegen Anklage 2 angeklagt.Tod
Dönitz, KarlKommandeur der deutschen U-Boote und initiierte Wolfsrudeltaktiken. 1943 leitete er die deutsche Marine und trat die Nachfolge Hitlers beim Tod des Führers an. Dönitz wurde nicht wegen Anklage 4 angeklagt10 Jahre im Gefängnis.
Frank, HansHerrschendes besetztes Polen. Nicht angeklagt 2.Tod
Frick, WilhelmHitlers Innenminister.Tod
Fritzsche, HansRadiokommentator unter Hitler. Nicht angeklagt 4.Freigesprochen
Funk, WalterHitlers Wirtschaftsminister. Wurde nach Hjalmar Schacht Chef der Reichsbank. Im Mai 1957 wegen Krankheit aus dem Gefängnis entlassen.Leben im Gefängnis
Göering, HermannKommandeur der Luftwaffe und verschiedener Abteilungen der SS. Kurz vor seiner Hinrichtung Selbstmord begangen.Tod
Heß, RudolfHitlers Stellvertreter vor seiner Flucht nach Schottland.Leben im Gefängnis.
Jodl, AlfredOberbefehlshaber der Armee. 1953 postum begnadigt.Tod
Kaltenbrunner, ErnstDas ranghöchste Mitglied der SS, um den Krieg zu überleben. Beteiligt an den Einheiten der Einzatsgruppen in Russland und der Sicherheit in Deutschland. Nicht angeklagt 2. Tod
Keitel, WilhelmLeiter des OKWTod
Krupp, GustavSenior Nazi-Industrieller; medizinisch ungeeignet für die Prüfung.-
Ley, RobertSenior Nazi-Industrieller; befahl die Deutsche Arbeitsfront. Selbstmord vor seinem Urteil.-
Neurath, KonstantinBeschützer von Böhmen und Mähren. Wegen Krankheit im November 1954 freigelassen.15 Jahre im Gefängnis.
Von Papen, FranzHatte vor Hitler als deutscher Kanzler gedientAnerkannt
Raeder, ErichFührte die Deutsche Marine bis 1943. Im September 1955 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Gefängnis entlassen. Nicht angeklagt 4.Leben im Gefängnis
Ribbentrop, JoachimAußenminister des nationalsozialistischen DeutschlandsTod
Rosenburg, AlfredNS-Rassenideologe und Beschützer der besetzten Ostgebiete.Tod
Sauckel, FritzÄltere Figur im NS-SklavenarbeitsprogrammTod
Schacht, HjalmarVorkriegspräsident des Reichsbacks. Nicht mit den Anklagepunkten 3 und 4 belastet.Anerkannt
Schirach, Baldur vonChef der Hitlerjugend und später Gauleiter von Wien. Nicht mit den Anklagen 2 und 3 belastet.20 Jahre im Gefängnis
Seysss-Inquart, ArthurGauleiter von HollandTod
Speer, AlbertRüstungsminister. Nicht mit den Anklagepunkten 1 und 2 belastet.20 Jahre im Gefängnis
Streicher, JuliusNicht angeklagt wegen Anklage 2 + 3. Für schuldig befunden wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Herausgeber von 'Der Stürmer'.Tod



Bemerkungen:

  1. Aurelio

    Ich denke du liegst falsch. Ich kann es beweisen. Schreiben Sie mir in PM, wir werden diskutieren.

  2. Khons

    Aber immer noch die Varianten?

  3. Djoser

    Vielen Dank immens für die Hilfe in dieser Angelegenheit, jetzt werde ich keinen solchen Fehler zugeben.



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